Der Familienalltag besteht aus tausend kleinen Dingen.
Manchmal sind es gar nicht die großen Veränderungen, die den Familienalltag leichter machen.
Oft sind es die kleinen Dinge. Kleine Routinen. Kleine Absprachen. Kleine Tricks, die verhindern, dass alles gleichzeitig im Kopf kreist.
Denn genau das ist es ja häufig: Mental Load. Dieses Gefühl, ständig an alles denken zu müssen. Brotdosen. Turnbeutel. Geburtstage. Einkaufslisten. Zahnarzttermine. Klassenchat. Wäsche. Abendessen.
Ich merke bei mir selbst immer wieder:
Der Alltag wird nicht leichter, wenn ich noch mehr schaffe.
Er wird leichter, wenn ich mir kleine Systeme baue, die mir das Denken abnehmen.
Hier sind 30 kleine Dinge, die unseren Familienalltag ein bisschen entspannter gemacht haben. Vielleicht ist auch etwas dabei, das euch hilft.
Kleine Dinge, die morgens Stress sparen
1. Kleidung am Abend vorher rauslegen
Gerade bei Kindern kann das morgens erstaunlich viel Diskussionen ersparen.
2. Kaffeemaschine abends vorbereiten
Filtertüte und Kaffeepulver rein, Wassertank auffülen und morgens nur noch den Startknopf drücken. Oder du gönnst dir eine Kaffeemaschine mit Timerfunktion. Dann ist der Kaffee bereits fertig, wenn du morgens noch ganz verschlafen in die Küche kommst.
Wer morgens zu Hause frühstückt, kann auch bereits den Frühstückstisch vorbereiten. Schalen, Tassen, Brotbrett hinstellen und schon fühlt sich morgens alles gleich entspannter an.
3. Taschen abends packen
Ob die Kitatasche, der Schulranzen oder der Arbeitsrucksack – wenn du diese kleine Aufgabe als feste Abendroutine verinnerlichst, wird der Morgen danach gleich viel entspannter.
4. Eine feste Stelle für Schlüssel, Rucksäcke und Jacken
Klingt ziemlich banal, verhindert aber tägliches Suchen.
5. Brotdosen direkt nach dem Ausräumen sauber machen und trocknen lassen
So sind sie am nächsten Morgen sofort bereit zum Befüllen und du musst nicht erst nach passenden Dosen suchen.
Kleine Dinge, die den Kopf entlasten
6. Eine gemeinsame Familien-Einkaufsliste führen
Ob auf Papier oder im Handy – sobald beim Kochen, Backen und co. etwas leer wird bzw. das letzte Paket aus dem Vorrat geöffnet wird, kommt es auf die Liste.
7. Einen Wochenplan fürs Essen erstellen
Sieben Gerichte überlegen, einmal einkaufen und damit die tägliche Frage „Was essen wir heute?“ abschaffen.
8. Einen festen Platz für wichtige Post haben
Alles landet genau dort und nichts verschwindet mehr.
9. Geburtstage direkt für das ganze Jahr im Kalender eintragen
Mit Erinnerung ein paar Tage vorher. Und am besten auch gleich die jährliche Wiederholung aktivieren.
10. To-Do-Listen aus dem Kopf aufs Papier bringen
Der Kopf ist kein guter Speicherort. Daher solltest du am besten alles, das du nicht vergessen möchtest, entweder auf Papier oder ins Handy schreiben.
Kleine Dinge, die den Alltag strukturieren
11. Jeden Tag eine Wäsche anstellen
Am besten gleich morgens, damit es nicht in Vergessenheit gerät. So verhinderst du, dass du am Wochenende vor einem riesigen Wäscheberg stehst und in Stress gerätst, weil du mit dem Waschen gar nicht hinterher kommst.
12. Immer gleich nach dem Essen die Küche kurz aufräumen
Fünf Minuten reichen oft.
13. Eine kleine Abendrunde durch die Wohnung machen
Spielzeug einsammeln, Dinge an ihren Platz zurücklegen.
14. Einen festen „Papierkram-Termin“ pro Woche einplanen
Damit erledigt sich vieles gesammelt schneller. Aufgaben, die erledigt werden müssen oder Papiere, die in den Ordner sollen müssen sich nicht erst türmen, bevor sie erledigt werden.
15.Termine direkt beim Lesen eintragen
Nicht später, sofort.
Kleine Dinge, die Kinder einbeziehen
16. Kinder kleine Aufgaben übernehmen lassen
Zum Beispiel Tisch decken, Socken sortieren, Wäsche waschen, Müll rausbringen etc. Kinder können in jedem Alter kleine Aufgaben übernehmen.
Wie du deine Kinder in Haushaltsaufgaben einbinden kannst, erzähle ich dir in diesem Artikel: Wie du deine Kinder liebevoll in Haushaltsaufgaben einbindest
17. Eine kleine Familien-Aufgabenliste erstellen
Jeder hat seine zwei oder drei Aufgaben. Einer ist primär für das Kochen und Wäsche waschen zuständig, ein anderer kümmert sich um das Staubsaugen und Müll rausbringen, ein nächster ist der Geschirrspüler-Experte…
18. Dinge auf Kinderhöhe aufbewahren
Dann können sie vieles selbst holen.
19. Gemeinsame Aufräumzeiten festlegen
Zum Beispiel jeden Abend 10 Minuten. Mit Musik!
20. Routinen statt ständiger Erinnerungen
Kinder merken sich Abläufe besser als einzelne Anweisungen. Seitdem bei uns ein Routinenplaner eingezogen ist, gibt es viel weniger Diskussionen ums abendliche Zähneputzen 🙂
Kleine Dinge, die dir selbst helfen
21. Eine kleine Pause einplanen, wenn die Kinder im Bett sind
Nicht sofort wieder Aufgaben starten. Wie wäre es mal mit einem schönen Buch, Kuschelzeit mit dem Partner auf dem Sofa oder nimm dir doch mal wieder Zeit für ein Hobby.
22. Dinge bewusst gut genug machen
Nicht perfekt.
23. Drei wichtige Aufgaben für den Tag festlegen
Und wenn die geschafft sind, du aber noch Power hast ist alles andere Bonus.
24. Hilfe annehmen, wenn sie angeboten wird
25. Dinge auch mal liegen lassen
Kleine Dinge, die langfristig viel verändern
26. Weniger Dinge besitzen
Weniger Dinge bedeuten oft weniger Chaos.
27. Dinge sofort zurücklegen
Das spart später viel Zeit.
28. Kleine Familienbesprechungen einführen
Einmal pro Woche kurz schauen: Was steht an? Wer hat welche Pläne?
29. Aufgaben sichtbar machen
Zum Beispiel mit einem kleinen Wochenplan.
30. Sich selbst daran erinnern: Es muss nicht alles perfekt laufen
Am Ende geht es nicht um Perfektion
Familienalltag wird nie komplett organisiert sein.
Es wird immer Tage geben, an denen alles durcheinandergerät.
Aber ich habe gemerkt:
Wenn ein paar kleine Dinge leichter laufen, wird der ganze Tag leichter.
Nicht, weil plötzlich alles perfekt ist.
Sondern weil der Kopf ein bisschen freier wird.
Und genau darum geht es ja.
Ein bisschen weniger im Kopf.
Ein bisschen mehr Ruhe im Alltag.
Du siehst, manchmal sind es nur kleine Veränderungen, die den Alltag leichter machen.
Welche kleinen Routinen helfen euch als Familie?
Schreibe einen Kommentar